Akkupack selber machen und ersetzen Drucken E-Mail
Donnerstag, den 04. September 2014 um 09:40 Uhr

Akkupack selber machen und ersetzen

Vor 6 Jahren hatte ich mir für umgerchnet 30 € zwei PMR-Funkgeräte nebst Akkuladeschale gekauft. Nun müssen die Akkus ersetzt werden. Viel Geld wollte ich dafür nicht ausgeben. Ersatz war nicht mehr erhältlich. Doch es gibt eine Lösung.

Als Ersatz für die Akkus lassen sich zwar vier Stück AAA-Ni-Mh-Akkus einsetzen, aber dann werden diese leider nicht in der Ladeschale geladen. Dadurch soll verhindert werden, dass normale Batterien nicht beschädigt werden können. Der Akkupack besitzt auf seiner Oberseite zwei Kontaktflächen, die über den rückwärtigen Deckel des Akkufachs eine Verbindung mit der Ladeschale herstellen. Einen solchen Akkupack hatte ich im Internet nicht mehr gefunden. Ähnliche Typen waren zudem sehr teuer. Allerdings wollte ich, dass die Akkus unbedingt über die Ladeschale geladen werden, damit die Funkgeräte immer sofort einsatzbereit sind. Diese Funkgeräte werden eher selten benötigt, um eine koordinierte Suche nach unseren im Wald herumstromernden Katzen effektiv koordinieren zu können.


Die Akkus dieses PMR-Handfunkensets waren nach 6 Jahren defekt.

Also musste eine Bastellösung her, um normale AAA-Akkus laden zu können. Die Folie des Akkupacks wurde mit der Schere entfernt. Zum Vorschein kam die Verdrahtung. Die Verbindung zum Pluspol des Laders wurde mit einer kleinen Si-Diode intern vor einer Verpolung geschützt.


Der teilweise geöffnete Akkupack. Die beiden Metallplättchen stellen über eine Schutzdiode die Verbindung zum Ladegerät dar.


Hier sind die Kontakte, die die Verbindung zur Ladeschale herstellen, auf der Rückseite des Deckels zu sehen.


Nahaufnahme des geöffneten Akkupacks.


Links der alte Akkupack, rechts sein ausgeschlachteter Inhalt, der aus 4 AAA-NiMH-Akkus besteht.


Leider lassen sich diese ausgeschlachteten Akkus, deren Anschlüsse verschweißt wurden, nicht immer problemlos in ander Geräte einsetzen. Beim linken Akku auf de Foto wurde bereits ein Lötklecks aufgebracht, damit ein Kontakt in der Batteriehalterung gewährleistet ist.

 

Die Lösung: Bei dem chinesischen Billigversender Banggood bestellte ich mir 8 handelsübliche AAA-NiMH-Akku für die beiden Funkgeräte, was mich insgesamt weniger als 5 € gekostet hatte. Ein paar Drähte verbinden nun die Batteriehalterung, die Diode und die Kontakte auf dem Deckel des Batteriefaches. Somit können die Akkus wieder in der praktischen Ladesschale geladen werden. Die Diode kommt in ein Stück Schrumpfschlauch. Leider haben sich die Kontakte des Deckels nicht löten lassen. Also wurde der Kupferdraht einfach um diese Kontakte gewickelt und mit Lötzinn versehen. Es hält.


Mit dieser Bastellösung können normale Ni-MH-Akkus über die Ladeschale geladen werden.

Der alte Akkupack wurde übrigens demontiert. Die einzelnen Akkus hatten noch einen Kurzschlussstrom von über 600 mA. Für den Sendebetrieb dieser Handfunken ist das leider zu wenig, aber für meine LED-Taschenlampe sind diese alten Akkus noch tauglich. Bei mir wird einfach nichts weggeworfen. Warum sollte ich auch? Ich spare Geld dabei, habe meinen Bastelspaß und schone gleichzeitig noch die Umwelt.

Nachtrag: Die am 4.9. in China bestellten 8 AAA-Akkus für weniger als 5 Euro inklusive Versand sind am 15.10. endlich eingetroffen. In meinem Briefkasten lag eine Benachrichtigung ich hätte ein Einschreiben bei der nächsten Postfiliale abzuholen. Zum Glück liegt diese Filiale für schwedische Verhältnisse um die Ecke. Also fuhr ich die 10 km dorthin und holte den kleinen Brief mit den Akkus ab.


Die neuen Akkus aus China sind eingebaut und haben zudem noch mehr Kapazität als der ursprüngliche Akkupack. Da die Akkus nur über einen Widerstand geladen werden, stellt dies kein Problem dar. Jetzt sind Akkus mit 1000 mAh eingebaut. Die alten hatten nur 600 mAh.


Die Reparatur ist abgeschlossen und die beiden PMR-Handfunken sind wieder jederzeit einsatzbereit.

Vor 6 Jahren hatten diese beiden PMR-Funkgeräte mit ihren wenigen mW Ausgangsleistung um die 30 Euro gekostet. Heute werden in der "Bucht" bereits solche Sets mit fast 5 Watt Ausgangsleistung für das 70cm-Amateurfunkband zum gleichen Preis angeboten. Allerdings setzt der Betrieb dieser Funkgeräte den Besitz einer Amateurfunklizenz voraus. Die PMR-Geräte dürfen von jedem benutzt werden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 08:26 Uhr
 

3. Februar 2017

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