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Dienstag, den 26. September 2017 um 12:48 Uhr

Was steckt hinter den Bitcoins und wie kann ich sie selbst erzeugen? Lohnt sich das? Soll ich in Bitcoins oder anderen Kryptowährungen investieren?

Kryptowährung wie z.B. Bitcoin, Ethereum, Dash oder Monero kann theoretisch jeder selbst daheim auf seinem ganz normalen Rechner erzeugen. Leider werden die Stromkosten den Gewinn wahrscheinlich vernichten. Spekulationen mit Bitcoins versprechen astronomische Gewinne. Skeptiker warnen allerdings vor einem Totalverlust und bezeichnen Bitcoins als einen großen Bluff. Ein Bitcoin war Anfang 2015 nach dem Platzen einer Blase, die bei über 1000 Dollar zu einem Kursabsturz führte, für unter 250 US-Dollar erhältlich. Anfang September 2017 erreichte er kurzzeitig fast 5000 US-Dollar. Danach fiel er auf unter 3000 Dollar und hat Ende September wieder über 4000 Dollar erreicht. Platzt die nächste Bitcoin-Blase bei 10.000 Dollar? (Nachtrag: Sie ist "geplatzt" und dann ging es weiter aufwärts Richtung 12.000 Dollar)

Ein Bitcoin ist ein rein rechnerisch erzeugtes Tauschgut, das noch nicht einmal allgemein als Währung anerkannt ist. Japan hat Bitcoins als Währung bereits anerkannt. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor Bitcoins. China mit seinem Marktanteil von einst 20% ist dabei den Handel mit Bitcoins vollständig zu verbieten oder erheblich einzuschränken, was im September 2017 zu einem starken Kurseinbruch führte. Wegen der hohen Inflation in Venezuela erfreut sich dort der Bitcoin immer größerer Beliebtheit. Der Bitcoin ist für wirtschaftlich schwache Länder als Währungsersatz interessant geworden.

Ende September 2017 scheint sich der Bitcoin nach einem dramatischen Kursrückgang vorerst zwischen 3500 und 3900 Dollar zu stabilisieren. Wer in Bitcoins investiert, braucht starke Nerven und muss von der Idee des Bitcoins langfristig überzeugt sein. Der Bitcoin-Kurs schwankt innerhalb von Stunden manchmal um mehrere Hundert Dollar.

Bitcoin-Kurs in Echtzeit: Unter

https://bitcoinwisdom.com/markets/bitstamp/btcusd

lässt sich der Bitcoin-Kurs an verschiedenen Börsen im Takt weniger Sekunden verfolgen. Der aktuelle Kurs ist auch im nachfolgenden Widget zu sehen:

 

Auf dem Bitcoin-Markt geht es turbulent zu. Die Investmentbank JP Morgan bezeichnete Bitcoins als Betrug, was den Kurs zusätzlich drückte. Wenig später soll sie laut https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de ... jpmorgan ... beim-kauf-von-bitcoin-ertappt/ selbst Bitcoins im großen Stil aufgekauft haben. John McAfee, bekannt für seine Antiviren-Software und einer der größten Bitcoin-Miner der USA, behauptet in einem TV-Interview ( https://youtu.be/biQImJmvQPQ ) ein Bitcoin würde in den nächsten Jahren über 500.000 Dollar wert sein. Andere Analysten sind bescheidener und rechnen mit einem Kurs von 20.000 bis 50.000 Dollar.

Warnung: Wer in Bitcoins oder anderen Kryptowährungen investiert, sollte einen Totalverlust einkalkulieren und nur so viel Geld investieren, dass der Verlust verschmerzbar ist und die persönliche Lebenssituation dadurch nicht beeinträchtigt wird. Diese Überlegungen gelten selbstverständlich auch für das Mining von Kryptogeld, das genau überlegt sein will. Jeder ist für seine Entscheidungen und sein Handeln persönlich eigenverantwortlich!


Den Bitcoin gibt es in Wirklichkeit nicht als Münze. Sie dient nur zu einer Visualisierung und als Dekoration. Bitcoins sind tatsächlich aufwendig errechnete Datensätze, deren Berechnung viel Strom kostet. Es können maximal 21 Millionen Bitcoins erzeugt werden, um eine Inflation zu verhindern. (Bildquelle: pixabay)


Selbst gebaute Rechner für das Mining von Ethereum verwenden mehrere Grafikkarten, die an einem Mainboard angeschlossen sind. Für das Mining bieten die Grafikkarten-Hersteller bereits spezielle Grafikkarten ohne Monitoranschlüsse an. Auf Youtube gibt es zahlreiche Anleitungen über den Betrieb und Zusammenbau solcher Mining-Rechner. Die verwendeten Grafikkarten sind begehrt und teuer. Unter https://youtu.be/exjRTIZu89Q existiert eine recht genaue Baubeschreibung auf Englisch mit einer Liste der verwendeten Computer-Komponenten.


Wie werden Bitcoins und andere Cryptowährungen erzeugt? Bitcoins liegen nur virtuell als Datensätze vor. Abbildungen von Bitcoin-Münzen sind irreführend und dienen nur einer symbolischen Visualisierung. Jeder, der einen PC hat, kann sich ein kostenloses Programm herunterladen und damit Bitcoins selbst erzeugen, in dem er den Rechner nach der Lösung von komplizierten Gleichungen suchen lässt. Dies kann je nach Rechner derzeit Jahre oder Monate dauern. Dabei ist der Stromverbrauch der entscheidende Kostenfaktor, weshalb Bitcoins in Ländern wie China oder Island erzeugt werden. Zum Einsatz kommen spezielle Rechner, die für die Rechenoperationen optimiert sind. Dazu kommt die Technologie der Grafikkarten oder eigens dafür entwickelte ASICs zum Einsatz, die für einen geringen Energieverbrauch bei gleichzeitig hoher Rechenleistung - der Hashing Power - optimiert sind. Wer allerdings daheim in Deutschland auf seinem normalen PC Bitcoins erzeugen möchte, wird wahrscheinlich mehr für seine Stromrechnung zahlen müssen als er dafür Bitcoins erhält. Am ehesten scheint sich das Mining von Ethereum noch mit Grafikkarten zu lohnen. Allerdings ist der Strompreis in Deutschland schon zu hoch dafür.

Auf http://www.coininfo.at/ethereum/miner/ ist der Aufbau eines Miners für Ethereum mit  Grafikkarten und dem Betriebssystem Lubuntu auf Deutsch beschrieben. Der Bericht ist aus dem Jahr 2016 und nicht mehr ganz aktuell. Entscheidend sind Grafikkarten der neuesten Generation, die mehr Rechenleistung bei weniger Stromverbrauch versprechen.

Ob sich das Mining im Einzelfall lohnt, lässt sich mit einem kleinen Mining-Berechnungs-Tool für verschiedene Währungen abschätzen.

Angeregt durch den Artikel  "An Idiot’s Guide to Building an Ethereum Mining Rig" habe ich den dort vorgestellten Ethereum-Mining-Rechner am 1. Oktober für das Mining von Ethereum kalkuliert. Leider lohnt sich der Aufbau für mich nicht, obwohl Schweden, wo ich wohne, mit einem Strompreis von umgerechnet 11 Euro-Cent/kWh gesegnet ist. Schuld daran sind die hohen Preise für die Grafikkarten, die auf  Grund der hohen Nachfrage selbst bei Ebay gebraucht noch sehr teuer sind. Ausgegangen bin ich von 1 kW Stromverbrauch, einem Strompreis von 11 Euro-Cent/kWh und einer Hash-Rate von 120 Mh/s, den die sechs Grafikkarten RX 470 insgesamt erzeugen können. Etwas besser sieht die Rechnung mit der RX480 (Hashrate 24 Mh/s, 150 Watt Stromverbrauch) aus. Bei Preisen um die 300 Euro für eine gebrauchte Grafikkarte ist mir das einfach zu teuer.


Bitcoin-Mining-Rechner von Bitmain für die Erzeugung von Bitcoins. Links ist das Netzteil zu sehen. Rechts der eigentliche Rechner. Mit dafür speziell entwickelten ASICs bestückt, ist er auf das stromsparende Errechnen von Krypto-Währungen spezialisiert. Manche Mining-Rechner sind für eine bestimmte Krytpowährung optimiert. (Bildquelle: pixabay)


Andere Ansicht des Bitcoin-Miners. Der große Lüfter ist für die Kühlung unbedingt notwendig. (Bildquelle: pixabay)


Antminer D3 von Bitmain: Ab der 36. Sekunde wird es richtig laut im Video. Der Testbericht ist unter https://bitcoin-live.de/vorstellung-antminer-d3/ abrufbar. Dort ist auch eine Ertragsberechnung vorgestellt.

Der Miner der neuesten Generation (September 2017) im obigen Video verbrauchte im Test fast 1 kW und ist dabei so laut wie ein Staubsauger. Im Endeffekt ist es ein kleiner, lauter Heizlüfter für die Garage oder den Keller, der für etwa 4000 Euro zu haben ist. Die Rechenleistung im Dauerbetrieb produziert dabei Kryptogeld. Weiterere Nachteile: Hohe Investitionskosten, die Höhe der Einnahmen durch das Mining sind nicht garantiert. Kurschwankungen und steigende Stromtarife sind nicht das einzige Risiko. Je mehr Rechner weltweit mit dem Mining beschäftigt sind, desto mehr Rechenleistung wird für das Mining benötigt. Ältere Miner, die vor ein paar Jahren entwickelt worden sind, haben oft einen zu hohen Stromverbrauch im Vergleich zur Rechenleistung. Mit ihnen lohnt sich das Mining in Ländern wie Deutschland mit seinem besonders hohen Stromtarif nicht mehr. Nach ein paar Jahren werden auch die neuesten Modelle veraltet sein. Mining ist ein knallhartes Geschäft.

Nach meiner Meinung lohnt sich das Mining nur noch im großen Stil, wenn das Equipment in riesigen Mengen günstig eingekauft werden kann und wenn als Großabnehmer günstige Stromtarife ausgehandelt werden können. Dabei spielen ausgesuchte Standorte mit viel Wasserkraft eine entscheidende Rolle. Der Hobby-Miner hat dagegen kaum noch eine Chance und bleibt zum Schluss auf seinen Grafikkarten sitzen, weil sie schneller als erwartet veraltet sind oder zu viele Miner als Mitbewerber auftreten. Die Miner mit den günstigsten Stromtarifen halten sich dann am längsten in der Gewinnzone.


Auswandern nach Island, um für die Bitcoin-Produktion in den Genuss günstiger Stromkosten von 6 bis 7 Euro-Cent/kWh dank Geothermie und Wasserkraft zu kommen? Das Bild zeigt eine Geothermie-Anlage auf Island in der Nähe von Reykjahlíð. Mit ein paar Bitcoin-Minern im eigenen Haus hätte man gleichzeitig auch noch die Heizung gespart. Mehr als 15 °C wird es selbst im Hochsommer selten auf Island. Die Winter sind hingegen mild bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die meisten Miner befinden sich in  China.

 


Bitcoin-Mining im großen Stil lohnt sich auf Island wegen der günstigen Stromkosten und des kühlen Klimas.


Wie bestimmt sich der Preis eines Bitcoin? Die maximale Anzahl der Bitcoins ist durch seinen Rechen-Algorithmus auf 21 Millionen begrenzt, um einer Inflation entgegen zu wirken. Diese Menge soll im Jahr 2033 errreicht sein. Je mehr Bitcoins es gibt und je mehr Maschinen Bitcoins erzeugen, desto rechenintensiver und damit teurer wird die Herstellung (Das Mining) von Bitcoins.


Erzeugte Bitcoin-Menge von 2009 bis 2033, wenn sämtliche 21 Millionen Bitcoins erzeugt sind. Diese Geldmengenbegrenzung erklärt die erhoffte langfristige Preissteigerung beim Bitcoin (Bild-Quelle: Wikipedia)

Derzeit (Herbst 2017) werden für ein Bitcoin etwa 1000 Dollar Stromkosten benötigt. Als 2009 die ersten Bitcoins geschaffen wurden, glaubte noch niemand an den Erfolg der Bitcoins. Mehr aus Scherz kaufte jemand zwei Pizzas für 10.000 Bitcoins. Diese hätten 2017 bei einem Kurs von 3500 Dollar einen Wert von etwa 3500 x 10.000 Dollar =  35 Millionen Dollar. Halbwegs vergleichbare Wertsteigerungen sind nur bei Gemälden und anderen Kunstgegenständen bekannt. Das wahrscheinlich teuerste Gemälde der Welt (Les femmes d’Alger von Pablo Picasso) wurde 2015 für 179,4 Millionen Dollar ersteigert. Solche Preise haben weder mit den Herstellungskosten noch mit dem praktischen Nutzen etwas zu tun. Der Glaube an die Wertsteigerung durch steigende Nachfrage und die zukünftige Verknappung bestimmen wie bei Gold und Silber den Preis.


Kursentwicklung des Bitcoins von 2009 bis Juni 2017. (Bild-Quelle: Wikipedia). Zudem spiegelt der Suchbegriff "Bitcoin" bei Google-Trends einen Einblick über das weltweite Interesse für Bitcoins wider.
 

Wer trägt für den Bitcoin die Verantwortung? Niemand. Das Bitcoin-System ist dezentral auf beliebig viele Rechner verteilt, die mit dem Internet verbunden sind. Jeder kann daran ungefragt teilnehmen.  Das Bitcoin-Zahlungssystem wurde erstmals 2008 in einem unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlichten Dokument beschrieben. Im Jahr darauf wurde eine Open-Source-Referenzsoftware dazu veröffentlicht. Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer von den Teilnehmern gemeinsam mit Hilfe einer Bitcoin-Software verwalteten dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen verzeichnet sind. Die einzige Bedingung für die Teilnahme ist der Betrieb eines Bitcoin-Clients; alternativ kann auch einer der Online-Dienste genutzt werden (z. B. für mobile Geräte). Dadurch unterliegt das Bitcoin-System keiner geographischen Beschränkung – ein Internetzugang genügt – und kann länderübergreifend eingesetzt werden. Mit Hilfe kryptographischer Techniken wird sichergestellt, dass Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und die Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können. Daher wird Bitcoin auch als Kryptowährung bezeichnet, obwohl der Begriff Währung normalerweise von Staaten emittierte Zahlungsmittel bezeichnet.



Was ist eine Blockchain? Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie, in der alle Transaktionen von Anfang an dokumentiert sind, damit der einzelne Bitcoin nicht einfach kopiert und mehrfach verkauft werden kann. Die Blockchain wird von allen Teilnehmern des Systems überwacht. Durch die Blockchain sind beim elektronischen Versenden von Bitcoins keine dritten Vermittlungsinstanzen, Geldinstitute oder Banken notwendig. Ein Bitcoin kann also mit entsprechender Software direkt von einem Handy auf das andere Handy den Eigentümer wechseln. Bankgebühren entfallen. Allerdings müssen für die Übertragung der Blockchain erhebliche Datenmengen zusätzlich übertragen werden, was die Übertragungsgeschwindigkeit beeinträchtigt. Geplante Softwarelösungen sollen Abhilfe leisten. Derzeit ist Bitcoin als Zahlungsmittel weniger geeignet. Die Wertanlage steht im Vordergrund, wobei das Risiko und die Kurschwankungen hoch sind.


Blockchain-Technologie am Bitcoin erklärt.

Blockchain (auch Block Chain, englisch für Blockkette) ist ein Konzept, mit dem ein Buchführungssystem dezentral geführt werden kann und dennoch ein Konsens über den richtigen Zustand der Buchführung erzielt wird, auch wenn viele Teilnehmer an der Buchführung beteiligt sind. Dabei gibt es Konzepte, die das Vertrauen in eine zentrale Instanz erfordern, aber auch solche, die vollständig ohne das Vertrauen in einen Mittelsmann auskommen. Worüber in dem Buchführungssystem Buch geführt wird, ist für den Begriff der Blockchain unerheblich. Es können Werte einer Währung, Immobiliengrundbücher, Wikipedia-Einträge, Kunstgegenstände oder Verträge sein.

Entscheidend ist, dass spätere Transaktionen auf früheren Transaktionen aufbauen und diese als richtig bestätigen, indem sie die Kenntnis der früheren Transaktionen beweisen. Damit wird es unmöglich gemacht, Existenz oder Inhalt der früheren Transaktionen zu manipulieren oder zu tilgen, ohne gleichzeitig alle späteren Transaktionen ebenfalls zu zerstören, die die früheren bestätigt haben. Andere Teilnehmer der dezentralen Buchführung die noch Kenntnis der späteren Transaktionen haben, würden die manipulierte Kopie der Blockchain ganz einfach daran erkennen, dass sie viel kürzer ist als die eigene oder Inkonsistenzen in den Beweisen aufweist.


Dieses Video erklärt den Kauf und die Lagerung von Bitcoins

Wie wird der Bitcoin aufbewahrt? Bitcoins oder Bruchstücke davon können auf USB-Sticks, Festplatten und anderen Datenträgern aufbewahrt werden. Genauer gesagt werden dort nicht die Bitcoins gelagert sondern nur ihre Schlüsselpaare. Die Schlüssel der Bitcoins lassen sich auch als Papier-Ausdruck zusätzlich sichern. Diese Aufbewahrungsorte nennt man Wallets. Die Bitcoins selbst befinden sich für immer in der Blockchain. Daneben existiert eine Vielzahl von Webdiensten, die eine Online-Wallet anbieten. Die Sicherheit der Guthaben hängt hier völlig von der serverseitigen Sicherheit und der (schwer verifizierbaren) Vertrauenswürdigkeit der Anbieter ab.


Bitcoins lassen sich auch auf Papier ausdrucken und aufbewahren. Entscheidend ist nur die Bitcoin-Adresse und der dazugehörige Schlüssel. (Bildquelle: Wikipedia)


Wie wird der Bitcoin gehandelt? Entweder von Besitzer zu Besitzer ohne Mittelsmänner oder über Online-Börsen, die weltweit verteilt sind.

Bitcoin-Zertifikate: Eine weitere Alternative sind Bitcoin-Zertifikate, die dem Bitcoin-Kurs folgen. Anteile können ähnlich wie Aktien gekauft und verkauft werden. Es fallen Gebühren an. Transaktionen können nur zu den üblichen Geschäftszeiten ausgeführt werden. Sollte eine Blase ausgerechnet an einem Samstag zu platzen drohen, müsste man dann bis zum nächsten Montag warten, um seinen Anteil zu verkaufen oder um nachzukaufen.

Euro versus Bitcoin: Während die Geldmenge des Bitcoin nach einem bekannten Mechanismus begrenzt ist, kann der Euro quasi per Knopfdruck durch die EZB (Europäische Zentralbank) nach Belieben und Gutdünken vermehrt werden. Dies geschieht versteckt durch eine zinslose Vergabe von Krediten, die niemals getilgt werden müssen oder niemals getilgt werden können. Der Vorgang ist im Zuge des TARGET2-Systems geregelt, wodurch es zu ständigen Tranferleistungen von den reicheren zu den ärmeren Ländern der Euro-Zone kommt, wobei sich letzere immer weiter verschulden.

Zudem entwickelt sich der Euro-Raum zu einer Fiskal-Union ohne finanzielle Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Euro-Länder, die dadurch von einer Misswirtschaft und von einer permanenten Haushaltsverschuldung nicht abgehalten werden, da die übrigen Länder der Euro-Zone ein Staatspleite verpflichtend abfangen müssen.

Welche Konsequenzen dies hat, erklärt Deutschlands führender Volkswirt Prof. Hans-Werner Sinn in seinem Vortrag auf https://youtu.be/kRNX09IrjiU. Es ist klar, dass eine zunehmende Einflussnahme des Bitcoin oder anderer Kryptowährungen von den Bankensystemen mit Missgunst beobachtet wird, wenn immer mehr Geld in Kryptowährungen abfließt, während das Vertrauen in den Euro als Wertanlage schwindet.

Nachtrag vom 30. Nov. 2017: Inzwischen ist bei etwas über 10.000 Dollar Ende November 2017 tatsächlich wieder mal eine Blase geplatzt und der Kurs des Bitcoin stürzte nach einem steilen Anstieg (Panikkäufe) binnen weniger Stunden von über 11.000 Dollar auf fast 9.000 Dollar. Nach den Panikkäufen lösten Gewinnmitnahmen Panikverkäufe aus, weil viele unerfahrene Zocker am Markt agieren. Und schon hört man wieder die warnenden Stimmen der Experten Kleinanleger mögen die Finger vom Bitcoin lassen. Diese Korrektur war aber zu erwarten und ist für den Bitcoin-Kurs keine Überraschung. Was die warnenden Stimmen aus dem Blätterwald der Zeitschriften vergessen zu erklären, ist, dass eine Woche zuvor der Bitcoin etwa 8000 Dollar kostete. Unterm Strich gab es also trotz des Crashs binnen einer Woche mehr als 1000 Dollar Gewinn pro Bitcoin. Die Vergangenheit hat als sichere Strategie gelehrt nach und nach Bitcoins bei jedem Crash nachzukaufen und sie dann zu halten. Mit der Zeit steigen die Gewinne, die so hoch werden, dass man selbst bei einem Crash von 40 die 50% die Gewinnzone nicht verlässt. Mit so einem Polster lässt sich dann der nächste Crash bequem aussitzen.

McAfee hat seine Prognose nach oben korrigiert und erwartet im Jahre 2020 einen Kurs von 1 Million US-Dollar für den Bitcoin. Seine legändere Wette gilt immer noch. Bis es soweit ist, werden noch viele Bitcoin-Blasen platzen und viele Experten werden vor dem Bitcoin als Geldanlage warnen. Sie vergessen dabei, dass der Bitcoin in vielen Entwicklungsländern kein Spekulationsobjekt ist. Er ist dort ein vor Inflation geschütztes Tauschobjekt, weil in den offiziellen Währungen nur geringes Vertrauen existiert. In vielen Entwicklungsländern schützt der Bitcoin die Menschen vor dem finanziellen Ruin.

Weiterführende Links:

- https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin
- https://de.wikipedia.org/wiki/Blockchain
- https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kryptow%C3%A4hrungen
- https://bitcoin-live.de/ (Aktuelle Informationen, auch zur Kursentwicklung)
- https://youtu.be/E5HgSIpLw3Q – in 14 Minuten Bitcoins erklärt
- http://forum.finanzen.net/forum/Bitcoins... Forum für Bitcoin-Investoren, akutelle Infos, Meinungen ...
- https://bitcoinwisdom.com/markets/bitstamp/btcusd (Aktuelle Bitcoin-Kurse)
- https://news.bitcoin.com/
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Disclaimer: Der Autor des Artikels investiert selbst in Bitcoins. Ein Teil der Gewinne tragen dazu bei diesen Internetauftritt am Leben zu erhalten, da die Werbeeinnahmen schrumpfen. Dies liegt an dem vermehrten Einsatz von Werbeblockern, die das Überleben vieler redaktionell unabhängig arbeitenden Seiten erschweren. Meine Hinweise sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Jeder haftet für seine Entscheidungen selbst.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Dezember 2017 um 20:35 Uhr
 

3. Februar 2017

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