Elektronik in der Geschirrspülmaschine reinigen Drucken E-Mail
Dienstag, den 09. Juni 2009 um 09:59 Uhr

 

Elektronik in der Geschirrspülmaschine reinigen

Nun bin ich mal der Frage nachgegangen, ob diese alten, verstaubten PC-Schaltnetzteile den Reiningungsvorgang in einer handelsüblichen Geschirrspülmaschine überleben. Das Basteln macht ja mit sauberen Sachen viel mehr Freude.

Vorab muss ich noch darauf hinweisen, dass wegen der hohen Spannungen von über 300 Volt im Gerät und der hohen Ströme der Umgang mit Schaltnetzteilen tödlich sein kann. Ich rate also von der Nachahmung dringend ab. Alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen sind zu treffen.

Als Versuchsobjekt diente ein gebrauchtes 150-Watt-PC-Netzteil, das bei einem ersten Test 11,45 Volt und 5,09 Volt lieferte und damit noch funktionstüchtig war:


Nach dem Öffnen sieht man Ansammlungen von Staub, die sich im Laufe des jahrelangen Betriebes angesammelt haben:


Das Netzteil wurde demontiert und unter einem kalten Wasserstrahl vorgereinigt und so vom locker sitzenden Staub befreit:

 

 

 

 

Anschließend kommen sämtliche Teile in die Geschirrspülmaschine. Man achte darauf, dass die Kabel nicht die Rotoren der Spülmaschine behindern. Gereinigt wird bei 65° C ganz normal unter Einsatz von Salz zur Wasserenthärtung und der Klarspüler darf auch nicht fehlen:

 


Nach dem Waschen und Trocknen in der Spülmaschine sieht alles wie neu aus:

 

 

Alles erscheint in einem wunderbaren Glanz. Das Netzteil könnte nun auf dem Flohmarkt als absolut neuwertige Bulkware aus Überschussbeständen zum Superschnäpchenpreis angeboten werden. Aber wir sind natürlich keine Betrüger:

 

 

Und wie geht es weiter? Bevor ich das Gerät wieder zusammenbaue und den Netzstecker unter Strom setze, muss natürlich alles vollkommen durchgetrocknet sein. Sorgen mache ich mir um die Übertrager, in denen sich beim Betrieb Dampfblasen bilden könnte. Es besteht also im schlimmsten Fall Explosiongefahr. Schutzbrille aufsetzen! Auch dauert es eine Weile, bis die Schalter durchgetrocknet sind. In den nächsten Tagen werde ich also berichten, ob der Versuch geklappt hat. Ich rechne mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%, dass es funktioniert.

Einigen mag das Ganze hier vielleicht als Riesenlachplatte vorkommen. Man bedenke aber, dass die Schaltnetzteile hohe Temperaturen aushalten müssen und die Trafos zumindestens teilweise mit Harz getränkt wurden. Ich habe schon davon gehört, dass man Fernseher nach einem Wasserschaden wieder zum Laufen gebracht hat. Den Lüfter konnte ich bereits testen. Er läuft einwandfrei. Wichtig ist, dass der Trocknungsvorgang schnell und gründlich abläuft.

Inzwischen habe ich das Gerät umgebaut und es läuft seit über 3 Jahren einwandfrei.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. März 2015 um 07:58 Uhr
 

3. Februar 2017

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