Reparatur eines Nasenhaartrimmers mit Motorschaden Drucken E-Mail
Freitag, den 03. Juni 2016 um 10:18 Uhr

Reparatur eines Nasenhaartrimmers mit Motorschaden

Nasenhaartrimmer gibt es schon für wenige Euro in der Bucht, wenn man einen Monat Lieferzeit aus China in Kauf nimmt. So lange wollte und konnte ich nicht warten. Sichtbare Haare in Nase und Ohr machen in Schweden einen schlechten Eindruck. Also machte ich mich an die Reparatur meines defekten Nasehaartrimmers, der immerhin schon 8 Jahre auf dem Buckel hat.

Der Motor drehte sich nur noch sporadisch. Dies hate zwei Ursachen. Die Metallschienen, auf denen die Anschlüsse des Motors lagen, waren verrostet. Hier half einfaches Blankkratzen mit einem Schraubenzieher.

Danach lief der Motor allerdings nur zeitweise und langsam. Zum Glück konnte der hintere Teil des Motors durch das Umbiegen von zwei Laschen entfernt werden. Dadurch kamen die zwei Schleifkontakte zum Vorschein, die ich reinigte und in die richtige Position biegen konnte, damit sie wieder auf dem Kommutator des Elektromotors aufliegen. Die Kontakte des Kommutators waren mit einer schwarzen Schicht verschmiert, die mit einem Tuch entfernt werden konnte. Sämtliche Teile erhielten eine Reinigung in einem warmen Ultraschalbad mit Zahnprothesenreiniger.

Nach der Reinigung erhielten die beiden Lager des Motors eine winzige Menge Kriechöl, das auf eine Schraubenzieherklinge aufgetragen wurde, zur Schmierung. Ohne Öl hat der Motor ein schnarrendes Geräusch. Man nehme nur Öl, das angenehm riecht.


Mein 8 Jahre alter Nasenhaartrimmer nach der Reinigung und Reparatur.


Nach der Demontage zeigte der Test, dass der Motor defekt ist.


Nach dem Umbiegen der beiden Laschen lässt sich die hintere Kappe des Motors abziehen, um die Schleifkontakte und den Kommutator zu reinigen. Diese Kleinmotoren sind Massenware.


Nach dem Entfernen der Kappe kommen die Kontakte des Kommutators am Rotor zum Vorschein. Sie waren mit einer schwarzen Paste aus Schmutz überzogen.


Nach der Reinigung der Schleifkontakte musste sie nur noch mit einem Schraubenzieher etwas in Position gebracht werden.


Die Schleifkontakte aus einer anderen Perspektive.


Die im Ultraschallbad gerenigten Teile. Korrodierte Kontaktflächen habe ich mit einem Schraubenzieher blank geschabt.


Der Elektromotor ist wieder an seinem Platz. Ein Stück Schaumgummi drückt den Motor besser gegen die Kontakte und sorgt für einen satteren Klang des Motors.


Jetzt schnurrt der der Motor des kleinen Nasenhaartrimmers wieder.


Leider musste nach der Reparatur ein Stück Klebeband die vordere Kappe festhalten.

Das war die ganze Reparatur, für die ein kleiner Uhrmacherschraubzieher und etwas Zahnprothesenreiniger reichte.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 04. Juni 2016 um 13:03 Uhr
 

3. Februar 2017

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