Wenn ein abgeschaltetes PC-Netzteil plötzlich qualmt Drucken E-Mail
Donnerstag, den 05. Juli 2018 um 07:15 Uhr

Wenn ein abgeschaltetes PC-Netzteil plötzlich qualmt

Wer seinen Desktop-PC mit seinem Netzschalter abschaltet, sollte davon ausgehen können, dass es dann stromlos ist, damit keine Brandgefahr von ihm ausgehen kann. Dem ist aber nicht so.
 
Im Keller steht bei mir ein alter Desktop-PC für gelegentliche Anwendungen. Das Netzkabel war immer angeschlossen. Damit der PC nicht unnötig im Stand-by-Betrieb läuft, hatte ich mit dem hinteren Kippschalter des Netzteils den PC vollständig vom Stromnetz getrennt. So dachte ich jedenfalls bis jetzt.
 

Brandgefährliches ATX-PC-Netzteil. Obwohl sein Netzschalter abgeschaltet war, fing es plötzlich an zu qualmen.
 

Ein Entstörkondensator, der direkt mit der Kaltgerätebuchse verbunden ist, hing permanent am 230-Volt-Stromnetz und schmorte eines Tages durch.
 
Eines Tages komme ich in den Keller. Aus dem PC qualmte weißer, giftiger Rauch mit einem brennenden Geruch, der einen bitteren Geschmack auf der Zunge hinterließ. Eine Untersuchung des Schaltnetzteils ergab, dass direkt hinter der Buchse für den Kaltgerätestecker ein Entstörkondensator angebracht war, der auch bei angeblich vollständig abgeschaltetem Netzteil ständig unter Spannung stand und irgendwann einen Kurzschluss erzeugte. Das Netzteil war etwa 10 Jahre im Betrieb, wurde nie geöffnet und besaß noch das unbeschädigte Gehäuse-Siegel des Herstellers. Gekauft hatte ich das Netzteil damals bei einem renommierten Elektronik-Versandhändler.
 

Innenansicht des ATX-Schaltnetzteils.
 

Ansicht von oben. Deckel entfernt.
 

Im Deckel des Netzteils hat sich ein hochgiftiger weißer Belag niedergeschlagen.
 
Der Kondensator hätte nach dem Netzschalter angebracht werden sollen. Zur Sicherheit sollten PCs über eine Steckerleiste mit Netzschalter abgeschaltet werden. Nur dann besteht offenbar die Sicherheit, dass die Rechner auch tatsächlich stromlos sind.
 
Um der Frage nachzugehen, wie giftig der Qualm ist, habe ich unter
 
 
interessante Forenbeiträge gefunden.
 
Sowohl das Netzteil als auch der PC sind in einem Stahlgehäuse untergebracht. Vorsichtig optimistisch gehe ich davon aus, dass es bei längerer Abwesenheit irgendwann von selbst aufgehört hätte zu qualmen und kein weiterer Schaden entstanden wäre. Der abgebrannte Kondensator war nach dem Fiasko hochohmig.
 
Das Netzteil habe ich unter fließendem Wasser mit einem Pinsel gereinigt. Nach dem Durchtrocknen liegt es zum Ausschlachten bereit. Von einer Reparatur sehe ich wegen seines hohen Alters ab.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. Juli 2018 um 19:21 Uhr
 

3. Februar 2017

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