| Übersicht selbst gebauter Elektronik-Gehäuse |
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| Montag, den 28. November 2011 um 16:24 Uhr |
Übersicht selbst gebauter Gehäuse für die Elektronik und RadiotechnikSelbstbauprojekte der Elektronik und Radiotechnik erfüllen nur dann ihre Funktion jenseits des Labortisches, wenn die Schaltung ein geschlossenes Gehäuse erhält. Oft bereitet der Bau des Gehäuses mehr Schwierigkeiten als die eigentliche Elektronikentwicklung, weil die mechanische Werkstatt fehlt. Nachfolgend möchte ich als Übersicht Anregungen liefern, wie man auch mit einfachen Werkzeugen zu einem Gehäuse nach Maß gelangt. Dabei kann es sich bei den Konstruktionen auch um Mischformen zwischen einem Laboraufbau und einem Fertiggerät handeln, welches als Berührungsschutz einen Deckel erhält. Falls die VDE-Vorschriften nicht eingehalten werden, handelt es sich rechtlich gesehen immer noch um einen Laboraufbau, wobei die Geräte unter Aufsicht und entsprechender Vorsicht zu betreiben sind. Da die Vorschriften von Land zu Land verschieden sind, ist jeder selbst für die Einhaltung der Bestimmungen verantwortlich. Gehäuse aus Holz: Besonders gerne stelle ich Gehäuse aus Holz her, da sich dieser Werkstoff leicht verarbeiten lässt. Mein erstes Radio war ein Audion mit einer Batterieröhre und in einer kleinen Zigarrenkiste untergebracht. Leider ist das Gerät verschwunden. Aus meiner frühen Bastelzeit konnte ich aber noch ein paar Geräte retten, die in gewisser Weise die Entwicklungsgeschichte meines Holzbaus zeigen. Ich bin kein Schreiner und habe eigentlich zwei linke Hände. Deshalb seien mir manche Verarbeitungsfehler verziehen. Meine "frühe Phase": Ich war wohl 14 oder 15 Jahre alt, als dieser Wienbrücken-Sinus-Generator in Röhrentechnik entstanden ist. Leider ist das Gerät schon teilweise ausgeschlachtet.
Einen Deckel gab es nicht. Es existierten noch mehrere Geräte in derselben Bauhöhe, die in ein passgenaues Regalfach geschoben wurden.
Experimentieraufbau für ein Steckbrett: Um Radios mit einem Steckbrett aufzubauen, baute ich mir ein kleines Holzchassis, um das Steckbrett, den Drehkondensator und den Lautsprecher zu einer kompakten Einheit zu vereinen.
Flachgehäuse aus Holz: Mit zwei gehobelten Dachlatten, etwas Sperrholz und Platinenmaterial lassen sich Flachgehäuse in fast jeder beliebigen Form herstellen. Mehr Infos unter Flachgehäuse aus Holz für die Elektronik.
Metallgehäuse alter Computernetzteile verwenden: Diese Gehäuse lassen sich wegen ihrer Abschirmung aus Metall zum Beispiel für Messgeräte und in der HF-Technik verwenden. Auch können kleine Labornetzgeräte darin untergebracht werden. Ein Lüfter und der Netzanschluss sind bereits auf der Rückseite montiert. Mehr unter Gehäuse alter PC-Netzteile verwenden.
Holzgehäuse für Röhrenradios: Das nachfolgend abgebildete Radiogehäuse für Röhrenprojekte wurde mit 18 mm dicken, gehobelten Regalbrettern aus Fichte und 5 mm dicken Sperrholzbrettern aus Buche verwirklicht. In ihm ist alltagstauglich und berührungssicher ein Röhren-Rückkopplungsempfänger untergebracht. Eine ausführliche Baubeschreibung ist unter Eigenbau von Holzgehäusen für Röhrenradios zu finden.
Gehäuse für CD-ROM-Schächte: Zusatzgeräte für den PC, welche in einen genormten CD-ROM-Schacht passen sollen, lassen sich ganz einfach herstellen. Es reicht eine etwas dickere Grundplatte aus Holz, an deren Seiten die Befestigungsschrauben angebracht sind. Auf die Vordersteite der Grundplatte wird die Frontplatte geschraubt. Fertig ist der Einschub, der eigentlich kein Gehäuse ist.
Gehäuse für Tastköpfe, Prüfspitzen und Signalgeneratoren: Für diese Zwecke kann PVC-Installationsrohr zum Einsatz kommen. Ein Abschirmung ist zudem mit Aluminiumfolie möglich. Das Aluminium kann zudem mit Elektroniklot verlötet werden, um einen Erdungsdraht anzubringen.
Eine alte Sardinenbüchse als Kleingehäuse: HF-Dichte Kleingehäuse lassen sich mit Sardinenbüchsen aufbauen. Der Deckel aus zweiseitig kupferkaschiertem Platinenmaterial dient gleichzeitig als Träger für die Schaltung.
Gehäuse aus einem Frontblech auf einem Holzrahmen: Bei diesem digitalen LC-Meter wurden sämtliche Bauteile und Bedienelemente auf einem Blech montiert, welches mit vier Schrauben auf einem Holzrahmen mit Bodenplatte sitzt. Der Holzrahmen besteht aus lackierten und gehobelten Vierkanthölzern oder Dachlatten. Diese Dachlatten kommen auch bei meinen Flachgehäusen aus Holz zum Einsatz.
Professionell? Die Konstruktionen der Gehäuse und der Aufbauten können zuweilen als Versuchsaufbauten angesehen werden, die gleichzeitig betriebssicher und alltagstauglich sind. Die Industrie würde dies nie bauen. Ein Aussehen, das von industriell gefertigten Geräten gewohnt ist, ist weder das Ziel noch sinnvoll, da in der Hobbyelektronik nach ganz anderen Kriterien als in der professionellen Schaltungstechnik entwickelt wird. Auf einen besonderen Kostendruck durch den Markt und die automatisierte Serienfertigung braucht keine Rücksicht genommen werden. Von diesen Zwängen sind solche Eigenentwicklungen befreit. Deshalb dürfen sie auch "unprofessionell" aussehen. Zudem sind solche Aufbauten oft zuverlässiger als industriell hergestellte Produkte, da die Eigenkonstruktionen meistens überdimensioniert sind. Es ist eben ein Hobby.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. Dezember 2011 um 22:13 Uhr |