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Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 09:59 Uhr

 

Leiterplatten und Kunststoffe brechen statt sägen

Kunststoffmaterialen und Leiterplatten aus Glasfasermaterialien oder Pertinax lassen sich oft eleganter durch Brechen statt Sägen zerteilen.

Das Material wird beidseitig an der Bruchstelle angeritzt. Dazu mit einem alten Messer - ich verwende ein altes Teppichbodenmesser - eine mindestens 2/10 mm tiefe Ritze hineinschaben. Als Führung dient ein Lineal oder ähnliches aus Metall (z.B. Alu-Profile aus dem Baumarkt), auf das man Fahrradschlauchgummi mit Uhu geklebt hat, damit es nicht verrutscht.

Nun besteht die Schwierigkeit die obere und untere Ritze bzw. Nut genau deckungsgleich anlegen zu können. Als Orientierungshilfe bohrt man auf die obere Nut zwei klene Löcher von 0,8 mm Durchmesser. Dann kann man die untere Nut exakt anlegen.

Nun zum Brechen der verschiedenen Materialien:

 

    Pertinax geht mit der flachen Hand über die Tischkante. Kuperseite nach oben. Das Material muss auf beiden Seiten angeritzt werden.

    Glasfasermaterial muss wege des hohen Kraftaufwandes mit einem Brett und Schraubzwingen eingespannt werden. Dieses Material lässt sich auch mit der Blechschere gut bearbeiten, was weniger aufwändig ist (siehe weiter unten).

    Bastlerglas (Polystyrol) von 1,5 mm Stärke wird wie Pertinax gebrochen. Es reicht nur die Oberseite anzuritzen.

    Lochrasterplatten werden beidseitig angeritzt und können dann wie Schokoladentafeln zwischen den Händen oder über die Tischkante zerbrochen werden.

 

Am besten bekommt man durch Experimentieren mit Abfallstücken ein Gefühl für die Materialien. Beim Brechen Schutzbrille tragen oder wenigstens im entscheidenden Moment die Augen schließen, damit sie nicht von Splittern getroffen werden. Nachstehend ein Bild der Bruchkante:
Nach dem Brechen können die Kanten noch geschliffen werden. Dazu verwende ich einen Schwingschleifer. Ein Stück Holz und Schleifpapier tut es natürlich auch.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. September 2019 um 14:03 Uhr