Mein altes selbst gebautes Labornetzgerät Drucken
Freitag, den 09. Mai 2014 um 12:23 Uhr

Mein altes selbst gebautes Labornetzgerät aus den 80er Jahren

Das alte Netzgerät hatte ich mal zu Beginn der 80er Jahre gebaut und es funktioniert immer noch, obwohl es schon über 30 Jahre alt sein muss. Es dient jetzt für meinen Röhrenprüfer als Heizspannungsquelle. Nun habe ich es geöffnet, um meinen damaligen Schandtaten tapfer ins Auge zu sehen. Manchmal ist das Öffnen der eigenen Selbstbauten eine Art Vergangenheitsbewältigung. Aber so schlimm war es nicht. Und immerhin hat es schon drei Jahrzehnte überdauert. Welche moderne Elektronik hält heute noch so lange? Da fast nur disktrete Bauteile notwendig sind, ist die Ersatzteilbeschaffung auch für viele weitere Jahrzehnte gesichert.

Das Netzteil liefert eine von 4  bis 30 Volt einstellbare stabilisierte Spannung und verkraftet etwa 2,5 Ampere. Die Lüftersteuerung auf der Lochrasterplatte kam irgendwann in den 90er Jahren hinzu und scheint eine Eigenentwicklung von mir zu sein. Die Schaltung des Netzteils stammt von Elektor aus den frühen 70er Jahren (Professionelles Speisegerät PLUS, Schaltung auf Anfrage). und ist mit diskreten Transistoren aufgebaut. Wer dieses Gerät auch aufgebaut hat, möge sich bei mir melden. Der Längstransistor ist ein 2N3055. Ganz HF-fest war die Schaltung nicht. Deshalb hat sie von mir nachträglich ein paar weitere Abblockkondensatoren erhalten. Die Platine hatte ich abgezeichnet und selbst geätzt, wie das früher üblich war. Viele Bauteil stammen wohl aus alten Fernsehern oder Röhrenradios. Freude an der Blechbearbeitung hatte ich damals wohl auch gehabt.

Die Schaltung existiert nicht mehr. Sie ist auch uninteressant geworden. Heute gibt es viel bessere Schaltungen mit ICs, die eine wesentlich bessere Stabilisierung liefern. Damals war dies aber Stand der Technik. Schön, dass sie noch überlebt hat und funktioniert.


Mein altes, selbst gebautes Labornetzgerät.


Vorderansicht.


Geöffnet von oben.


Nahaufnahme von oben.


Rechte Seite.


Linke Seite.  Der Lüfter stammt wohl aus einem alten PC.


Verdrahtung der Front.


Lochrasterplatte für die Lüftersteuerung.


Unterseite. Da ist mir wohl der Lack ausgegangen. Eine wunderbare Gehäusekonstruktion, um den Tisch zu zerkratzen.


Rückseite.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. September 2019 um 15:05 Uhr