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8. Die Stromrichtung bei Strommarkern

Mit Strommarkern können Sie direkt im Schaltbild Ströme messen, ohne dass Sie die dazu die Leitung durchtrennen müssen. Damit ist die Bestimmung der Stromrichtung allerdings nicht ganz unproblematisch. Die Strommarker können Sie deshalb nur direkt an den Bauteile-Pins platzieren. Falls Sie übrigens Ströme ohne Strommarker messen möchten, können Sie als Alternative eine Spannungsquelle zu einem Strommesser umfunktionieren.

Die Strommarker  rufen Sie über die obere Werkzeugleiste von Capture auf.

Das nachfolgende Bild zeigt die Capture-Oberfläche mit einem Schaltbild (stromrichtung, stromrichtung.zip). In diesem greifen zwei Strommarker an den beiden Pins eines Widerstands den Strom ab. Als Simulationsprofil ist ein DC-Sweep vorgesehen.


Strommarker lassen sich nur direkt an die Bauteile-Pins setzen. Der Knopf, mit dem Sie die Strommarker aufrufen, ist hier mit einer roten Umrahmung versehen.

Strommarker können Sie nur direkt an den Pins eines Bauteils befestigen. Nur so ist die Stromrichtung bestimmbar. Dazu müssen Sie wissen, dass Symbole symmetrischer Bauteile wie Spulen, Widerstände und Kondensatoren, bei denen die Stromrichtung für das elektrische Verhalten keine Rolle spielt, Anschlüsse mit verschiedenen Bezeichnungen besitzen. Diese Bezeichnungen sind im Normalfall nicht sichtbar.

Wie mache ich die Anschlussbezeichnungen im Schaltbild sichtbar? Aktivieren Sie das betreffende Bauteil mit einem linken Mausklick, so dass es sich rosa verfärbt. Nun öffnen Sie mit einem rechten Mausklick ein Auswahlfenster:


Wählen Sie "Edit Properties...", um das  Eigenschaftenfenster aufzurufen.

In diesem Auswahlfenster wählen Sie "Edit Properties...", um das Eigenschaftenfenster aufzurufen:


Das Eigenschaften-Fenster.

Klicken Sie im Eigenschaftenfenster (Property Editor) der Reihe nach auf die Registerkarte "Pins", auf die  Spalte "Name" und schließlich auf den Knopf "Display". Dann erscheint ein weiteres Fenster, wie nachfolgend abgebildet. Mit dem Knopf "Apply" erreichen Sie übrigens, dass die neuen Einstellungen sofort im Schaltbild zum Vorschein kommen.


Das Fenster "Display Properties": Klicken Sie "Value Only" an.

In diesem Fenster klicken Sie "Value Only" an (und bestätigen dann mit dem OK-Knopf). Dadurch erreichen Sie, dass an den beiden Beinchen des Widerstands die Bezeichnungen "1" und "2" erscheinen:


Die Pin-Bezeichnungen "1" und "2" des Widerstands sind nun sichtbar. Die Pins nehmen allerdings erst nach einer erfolgten Simulation ihre Farbe an.

Wenn Sie nun einen DC-Sweep ausführen, erhalten Sie folgendes Ergebnis in Probe:


Das Ergebnis des DC-Sweeps.

Der rote (rechte) Marker am Pin 2 hat automatisch die Bezeichnung -I(R1) erhalten. Das Minus-Zeichen sorgt dafür, dass die beiden Grafen nicht zur Deckung kommen. Daraus können Sie folgende, allgemeingültige Regel ableiten:

Fließt der Strom in Pin 1 hinein, zeigt Probe dort eine positive Stromrichtung an.

Fließt der Strom aus Pin 2 heraus, zeigt Probe dort ebenfalls eine positive Stromrichtung an.

Mit der Stromrichtung ist natürlich immer die technische Stromrichtung gemeint. Mit anderen Worten: Wenn der Strom von Pin 1 nach Pin 2 fließt, werden immer positive Stromrichtungen angezeigt.

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