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23. Weitere Tipps zur parametrischen Analyse

Einen einzigen globalen Parameter mehrfach einsetzen
Anzeigen ausgewählter Grafen in Probe
Ausgewählte Grafen mit mathematischen Funktionen verknüpfen
Parametrisierung der Sinusquelle VSIN
Parametrisierung der Pulsweite (Pulsweitenmodulation, PWM) der Rechteckspannungsquelle VPULSE

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie sich einzelne Grafen (Kurven) in Probe anzeigen lassen können. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Quellen parametrisieren können. Zudem wird Ihnen gezeigt, wie Sie den globalen Parameter mehrfach verwenden können.

Einen einzigen globalen Parameter mehrfach einsetzen

Im Abschnitt "Die parametrische Analyse" haben Sie mit Hilfe der parametrischen Analyse einen einzigen Kondensator (C2) eines aktiven Bandpasses verändert. Dadurch hat sich nicht nur die Mittenfrequenz, sondern auch die Verstärkung verändert. Wenn es Ihnen nun gelingt, die beiden Kondensatoren C1 und C2 immer im gleichen Verhältnis zu verändern, erhalten Sie stets dieselben Verstärkungen in der Mittenfrequenz. Dies gelingt Ihnen, wenn sie den gleichen globalen Parameter mehrfach einsetzen:


param2.gif Derselbe Parameter mehrfach eingesetzt
C1 und C2 erhalten hier denselben globalen Parameter Cvariabel (Die für die Simulation vorbereitete Schaltung finden Sie unter param2 oder param2.zip).

Für C1 wurde als "Wertangabe" {Cvariabel * 0.5} eingesetzt, für C2 {Cvariabel * (1/4)}. Das Beispiel soll außerdem noch verdeutlichen, dass Sie den globalen Parameter noch mit Faktoren oder anderen mathematischen Ausdrücken ergänzen können. In der parametrischen Analyse können Sie allerdings immer nur einen einzigen globalen Parameter benennen, der hier im Beispiel "Cvariabel" lautet. Das Ergebnis in Probe sieht dann wie folgt aus:


probe2.gif Ergebnisse in Probe
Die Verstärkungen in der Mittenfrequenz sind jetzt gleich, da sich C1 und C2 im gleichen Verhältnis ändern.

Die maximale Verstärkung erhalten Sie übrigens, wenn C1 = C2 ist.

Anzeigen ausgewählter Grafen in Probe

Sie müssen sich nicht alle Grafen, die im Zuge der parametrischen Simulation entstanden sind, auf einmal anzeigen lassen. Oft liegen die einzelnen Kurven auch so dicht zusammen, dass eine Auswertung fast nicht möglich ist. Deshalb können Sie sich einzelne Grafen gezielt in Probe anzeigen lassen. Wenn Sie z.B. im Fenster "Add Traces" des Probe-Programms statt V(aus)

V(aus)@5

eintragen, bewirken Sie, dass Probe Ihnen nur die 5. Simulation der parametrischen Analyse anzeigt:

5.gif
Nur die 5. Simulation ist angezeigt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Grafen, dann auf "Information", um das Fenster "Section Information" zu öffnen.

Das Fenster "Section Information" gibt darüber Auskunft, das die 5. Simulation bei einem Wert Cvariabel = 125E-09 entstanden ist. Damit hat in unserem Beispiel C2 = 125 * 0,25 nF = 31,25 nF. C1 = 125 * 0,5 nF = 62,5 nF.

Anmerkung: Wenn Sie im Fenster "Add Traces" den Ausdruck V(aus) direkt durch V(aus)@5 ersetzen, kann es zu einer Fehlermeldung kommen. Löschen Sie den Ausdruck V(aus) ersatzlos und simulieren Sie dann, so dass kein Graf in Probe erscheint. Dann erst können Sie V(aus)@5 eintragen und erneut simulieren.

Ausgewählte Grafen mit mathematischen Funktionen verknüpfen

Das nachfolgende Beispiel zeigt Ihnen, wie Sie zwei ausgewählte Grafen mit mathematischen Operationen durch die Eingabe von

V(aus)@1 + V(aus)@10

verknüpfen können:

probeat.gif 2 ausgewählte Grafen addiert
Addition von 2 ausgewählten Grafen.

Parametrisierung der Sinusquelle VSIN

Sie können nicht nur die Werte von passiven Bauteilen wie Induktivitäten, Kondensatoren und Widerständen parametrisieren. Dies funktioniert z.B. auch mit Quellen, wie es nachfolgend am Beispiel der Sinusquelle VSIN (in der source.olb vorhanden) zu sehen ist:

param4.gif Transientensimulation
Parametrisierung der für die Transientenanalyse geeigneten Sinus-Spannungs-Quelle VSIN (das vorbereitete Beispiel finden Sie unter param4 oder param4.zip).

In diesem Beispiel wurden sowohl VAMPL (Amplitude) als auch FREQ (Frequenz) für die Parametrisierung vorbereitet und deren Nominalwerte unter Parameters in das Symbol "PARAM" (in der special.olb) eingetragen. Sie können aber immer nur einen einzigen Parameter gleichzeitig parametrisieren. Wenn Sie die Amplitude parametrisieren, erhalten Sie das folgende Ergebnis in Probe:


amplitude.gif Amplitude parametriesiert
Darstellung verschiedener Amplituden.

Parametrisierung der Pulsweite (Pulsweitenmodulation, PWM) der Rechteckspannungsquelle VPULSE

Nach dem gleichen Muster können Sie auch die Eigenschaft PW (für Pulsweite der Quelle VPULSE (in der source.olb) parametrisieren, um die Auswirkungen einer Pulsweitenmodulation zu untersuchen:

pulsschalt.gif Pulsweitenmodulation
Parametrisierung der Pulsweite (PW) für die Untersuchung einer Pulsweitenmodulation (Eine vorbereitete Simulation finden Sie unter param5 oder param5.zip).

Das Ergebnis in Probe sieht dann wie folgt aus:

pulsprobe.gif PWM in Probe
Verschiedene Pulsweiten in Probe dargestellt.

Zum nächsten Kapitel.