vorhergehende Seite nächste Seite Inhaltsangabe

35. Symbole mit dem Symbol-Editor zeichnen

Falsches Aufrufen des Symbol-Editors
Richtiges Öffnen des Symbol-Editors
Auswahl des Symbols aus dem Projektfenster der OLB-Datei
Ändern der Pin-Nummerierung des Symbols
Abspeichern des veränderten Symbols
Den Kasten durch ein Dreieck ersetzen
Die Position der Pins verändern
Die Namenszüge der Pins verdrehen und verschwinden lassen
Die Pins verlängern und das Symbol fertig stellen

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie den rechteckigen Kasten, welcher vorläufig als Symbol eines Unternetzwerkes dient, nach Ihren Wünschen in ein "richtiges" Symbol umzeichnen können. Dazu steht Ihnen ein kleines Zeichenprogramm, der Symbol-Editor, zur Verfügung. An Hand des hier vorgestellten Beispiels lernen Sie, wie sich der rechteckige Kasten in  ein Operationsverstärker-Symbol verwandeln lässt.

Falsches Aufrufen des Symbol-Editors

Im letzten Kapitel haben Sie erfahren, dass sich Symbole sowohl in einer OLB-Datei als auch im Cache des Designs befinden können.

Wenn Sie nun ein Bauteil (Symbol) direkt aus Ihrem Schaltbild auswählen und mit der rechten Maustaste ein kleines Auswahlfenster öffnen, in welchem Sie "Edit Part" auswählen, öffnen Sie den Symbol-Editor:


Falsches Öffnen des Symbol-Editors: So ändern Sie nur das Symbol im Cache des Designs (unet2 bzw. unet2.zip).

Wenn Sie nun Änderungen am Symbol vornehmen, ändern Sie nur das Symbol im Cache des Designs. Dies kann vielleicht im Einzelfall sinnvoll sein.

Richtiges Öffnen des Symbol-Editors

In den überwiegenden Fällen möchten Sie das Symbol in der OLB-Datei verändern, damit Sie dieses veränderte Symbol dann auch in zukünftigen Schaltbildern einsetzen können. Die OLB-Datei rufen Sie über die Menüleiste von Capture auf:


So rufen Sie eine OLB-Datei auf, um dann in dieser die Symbole umzeichnen zu können.

Rufen Sie dazu unter "Menüleiste Capture - File - Open - Library..." die entsprechende OLB-Datei auf. Es öffnet sich dann ein Auswahlfenster:


Mit diesem Fenster wählen Sie die gewünschte OLB-Datei aus, in der sich das zu verändernde Symbol befindet (siehe zur Übung auch rechteksymb bzw. rechteksymb.zip).

Auswahl des Symbols aus dem Projektfenster der OLB-Datei

Nachdem Sie eine OLB-Datei ausgewählt haben, erscheint in Ihrem Capture-Fenster ein Projektfenster mit der Beschriftung "PCB". In diesem Fenster sind alle Symbole dieser OLB-Datei aufgelistet, welche Sie unter "Design Resources" finden. Klicken Sie das gewünschte Symbol (im Beispiel trägt es den Namen OPAMP) an, um nun endlich den Symbol-Editor zu öffnen:


Oben links das Projektfenster der OLB-Datei. Dort ist das Symbol "OPAMP" markiert, um per Mausklick den Symboleditor zu öffnen (Fenster rechts unten). Auf der rechten, senkrechten Leiste des Capture-Fensters erscheint nun auch eine Werkzeugleiste für den Symboleditor.

Ändern der Pin-Nummerierung des Symbols

Die erste Übung soll Ihnen zeigen, wie Sie die Nummerierung der Anschlüsse verändern können. Klicken Sie dazu auf die "0" des Pins, welcher den Namen "Ausgangs" trägt:


Wenn Sie auf eine Pin-Nummer klicken, öffnet sich das Fenster "Pin Properties".

Es öffnet sich dann das Fenster "Pin Properties". Unter "Number:" können Sie eine neue Nummer eintragen, die allerdings noch nicht von anderen Pins vergeben sein darf. Den Pin-Namen unter "Name:" dürfen Sie leider nicht ändern, weil dann das Symbol nicht mehr mit dem Unternetzwerk zusammen arbeiten kann. Mit "Shape:" und "Type:" können Sie das Erscheinungsbild des Pins verändern. Mit dem OK-Knopf schließen Sie das Fenster "Pin Properties".

Abspeichern des veränderten Symbols

Damit die Veränderungen an Ihrem Symbol auch in der OLB-Datei abgespeichert bleiben, müssen Sie das Symbol-Editor-Fenster schließen, indem Sie das Kreuz, welches sich in der rechten, oberen Fensterecke befindet, anklicken:


So speichern Sie das veränderte Symbol ab und schließen den Symbol-Editor.

Es erscheint dann ein kleines Fenster. Klicken Sie dort auf den "Ja"-Knopf. Die OLB-Datei enthält jetzt das veränderte Symbol, welches nun in eine Schaltung eingesetzt werden könnte.

Den Kasten durch ein Dreieck ersetzen

Dazu müssen Sie im ersten Schritt den Kasten (das Rechteck) des Symbols entfernen, welchen Sie dazu an seinem Rand anklicken. Der Kastenrand ist nun markiert und hat sich verfärbt. Jetzt können Sie diesen mit der Taste "Del" oder "Entf" verschwinden lassen:


So sieht das Symbol nach dem Entfernen des Kastens aus. Sichtbar erscheinen gestrichelte Hilfslinien, die nur im Symbol-Editor erscheinen.

Nach dem Entfernen des Kastens bleiben gestrichtelte Linien als Hilfslinien übrig. Diese sind nur im Symbol-Editor sichtbar, jedoch nicht im Schaltbild. Die Abmessungen des Rechtecks, welches aus den Hilfslinien besteht, können Sie verändern. Ziehen Sie dazu mit linker, gedrückter Maustaste an den Ecken des gestrichelten Rechtecks, so dass Sie es in einer Größe von 6 mal 6 Gittereinheiten erhalten.

Um nun für das Dreieck Linien ziehen zu können, klicken Sie in der rechten, senkrechten Werkzeugleiste auf den Kopf "Place Line" .

Nun können Sie mit drei Geraden ein Dreieck bilden:


Die aus drei Geraden bestehende Dreieck ist eingezeichnet. Auch in diesem Stadium können Sie noch die Abmessungen des Hilfsrechtecks verändern.

Das Ziehen der Geraden geht so ähnlich wie Sie es von der Schaltplaneingabe schon gewohnt sind.

Ein Dreiecksymbol entspricht zwar eigentlich nicht der Norm für ein Operationsverstärkersymbol, doch hat es sich allgemein durchgesetzt. Außerdem kann man mit dem Dreieck ein paar hilfreiche Kniffe für das Zeichnen verdeutlichen.

Die Position der Pins verändern

Klicken Sie dazu ein Pin an, so dass es markiert ist und sich verfärbt hat. Dann können Sie den Pin mit linker, gedrückter Maustaste entlang des Hilfsrechtecks verschieben. Machen Sie dies so mit allen Pins, wie es das nachfolgende Bild zeigt:


Die Pins sitzen nun an Ihrer Position. Schön sieht das Symbol allerdings noch nicht aus.

Die Namenszüge der Pins verdrehen und verschwinden lassen

Einige Namenszüge erscheinen nun senkrecht. Das können Sie abändern. Führen Sie dazu einen Doppelklick an beliebiger Stelle des Symbol-Editors aus, damit sich das Fenster "User Properties" öffnet:


Das Fenster "User Properties" erscheint nach einem Doppelklick an beliebiger Stelle des Symbol-Editors.

Damit alle Schriftzüge waagrecht erscheinen, müssen Sie "Pin Names Rotate" auf  "false" setzen:


Nach dem Verdrehen erscheinen die Namenszüge leider immer noch übereinander.

Leider erscheinen nach dem Verdrehen die Namenszüge immer noch übereinander. Leider besteht auch keine Möglichkeit, die Position der Namen zu verschieben. Ein Ausweg wäre es, die Namen zu kürzen. Doch wenn Sie das machen, müssen Sie auch die PSpice-Template-Zeile des Symbols entsprechend abändern. Als Konsequenz müssen Sie dann auch die Anschlussbezeichnungen im Unternetzwerk anpassen. Wenn Ihnen das zu aufwendig erscheint, können Sie als Behelf die Pin-Nummerierung abändern, wie es im vorangegangen Bild schon ausgeführt wurde.

Die hässlich erscheinenden Namenszüge können Sie mit dem Fenster "User Properties" verschwinden lassen:


Stellen Sie "Pin Names Visible" auf "False", damit die Namenszüge verschwinden.

Wenn die Namenszüge verschwunden sind, sind das Symbol immer noch nicht perfekt aus:


Die Namenszüge sind verschwunden. Die Pins der Stromversorung reichen nicht bis zum Dreieck.

Einige Pins orientieren sich an dem gestrichelten Hilfsrechteck. Sie sollen aber bis zum Dreieck reichen.

Die Pins verlängern und das Symbol fertig stellen

Damit die Pins der Stromversorgung bis zum Dreieck reichen, müssen Sie die Pins mit senkrechten Geradenstücken verlängern, bis Sie bündig am Dreieck enden. Das geht nur dann, wenn die Bildelemente nicht mehr auf das Gitter einrasten. Klicken Sie dazu den folgenden Knopf in der oberen Werkzeugleiste von Capture an:


Dieser rote Knopf signalisiert Ihnen mit seiner Farbe, dass die Bildelemente nicht mehr auf das Gitter einrasten. Das Einrasten sollten Sie nur in Ausnahmefällen aufheben. Zum Beispiel müssen die Pins unbedingt im Raster liegen.

Jetzt gelingt es Ihnen, dass die Linien direkt am Dreieck enden:


Die Stromversorgungspins enden nun direkt am Dreieck. Das Symbol ist fertig (dreiecksymb bzw. dreiecksymb.zip).

Außerdem wurde mit Hilfe des Fensters "Users Properties" die Implementation als Schrifzug eingeblendet. Die ehemalige Bezeichnung "OPAMP" wurde in "OP mit Transistoren" umgetauft. Dieses Symbol können Sie nun in der OLB-Datei abspeichern.

Nun können Sie in gewohnter Form dieses neue Symbol in ein Schaltbild einsetzen. Rufen Sie dazu die entsprechende OLB-Datei über den Part-Browser auf und wählen Sie das Bauteil "OPAMP" auf.


Das neue Symbol ist in nun in einer Schaltung (nichtinvertierender Verstärker) eingesetzt. Dazu musste das Symbol gespiegelt werden (schaltdreiek bzw. schaltdreiek.zip). Zum Üben des Einsetzens können Sie die schaltohne bzw. schaltohne.zip verwenden.

In der hier abgebildeten Schaltung ist der Masseanschluss aus dem Operationsverstärker herausgeführt. Es hätte auch die Möglichkeit bestanden, dass dieser Anschluss innerhalb der Netzliste des Unternetzwerkes mit der Masse (Knoten "0") eine Verbindung einnimmt.

Hier geht es weiter.