Poliertrommel für Kleinteile selbstgebaut Drucken
Donnerstag, den 11. November 2010 um 08:49 Uhr

Poliertrommel für Kleinteile aus einem Olivenglas selbstgebaut

Manchmal möchte man alte Schrauben oder Kleinteile aus Metall entrosten, polieren oder entgraten. Eine Poliertrommel ist für solche Zwecke schnell zusammengebaut.

Diese Poliertrommel Marke Eigenbau besteht aus einem kleinen Getriebemotor und einem alten Olivenglas mit Blechdeckel, welches mir wegen seiner eckigen Form besonders geeignet erschien. Mit dem Schleifmittel muss man experimentieren. Quarzsand für Dekorationszwecke geht ganz gut, um eine matte Oberfläche zu erzielen.

Die Drehzahl darf auch etwas langsamer als im Video gezeigt, sein. Eigentlich ist der Getriebemotor für 24 Volt DC ausgelegt. Bei 5 Volt lief er dann langsam genug. Meinen ersten Versuche mit einer Ständerbohrmaschine, die ich dazu um 90 Grad drehte, scheiterten leider, da die minimale Drehzahl der Bohrmaschine viel zu schnell war. Durch die zu hohe Zentrifugalkraft waren die Teile und das Schleifgut wie festgeklebt an der Behälterwand.


Poliertrommel aus einem Getriebemotor und einem alten Olivenglas, welches mir wegen seiner rechteckigen Form besonders geeignet erschien.


Kleinteile lassen sich damit gut entrosten und entgraten. Hier das Ergebnis mit feinem Splitt. Besser wäre Quarzsand. Mit den Schleifmitteln muss man experimentieren.


Das  kleine Video zeigt die Poliertrommel in Aktion. Das Polieren und Schleifen klappt auch mit geringerer Drehzahl. Etwas störend auf die Dauer ist der Lärm, den die umherfliegenden Kleinteile erzeugen.


Es reicht wenig Schleifmittel. Der Vorgang kann einige Stunden bis Tage dauern. Hier habe ich Quarzsand, das zu Dekorationszwecken verwendet wird, eingesetzt. Vogelsand könnte man auch ausprobieren. Es kommt darauf an, welche Rauigkeit der Oberfläche wünschenswert ist.


Damit der dünne Blechdeckel des Glases nicht an der Bohrung herausbricht, ist beidseitig zur Verstärkung ein dickes Blech oder stabiles Platinenmaterial aus Glasfaser anzubringen.


Innenseite des Deckels mit der Befestigung der Gewindestange. Auch hier wurde zur Verstärkung ein Stück Platinenmaterial eingesetzt. Das Brett als Unterlage sollte genügend groß sein und zur Sicherheit mit einer Schraubzwinge seinen Halt findet, damit die Poliermaschine durch die Vibrationen nicht umherwandert.

Eine weiterführende Diskussion über das Polieren und Schleifen von Kleinteilen hat sich hier im Wumpus-Gollum-Forum, welches sich mit der Restauration von historischen Rundfunkgeräten (mit Elektronenröhren und Transistoren) beschäftigt, ergeben.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. März 2015 um 07:53 Uhr