Asterisk-Telefon-Provider ermöglicht seinen Teilnehmern kostenloses Telefonieren

11. Mai 2022

Mein experimenteller Telefon-Provider auf der Basis von Asterisk ermöglicht seinen Teilnehmern das Führen von kostenlosen Telefonaten und bietet darüber hinaus Möglichkeiten, die über das Telefonieren hinausgehen. Deshalb ist er für technisch interessierte  Teilnehmer besonders interessant.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer besitzt eine Amateurfunklizenz. Viele interessieren sich für alte und neue Fernmeldetechnik. Einige beschäftigen sich auch mit der Asterisk-Programmierung und betreiben eigene Asterisk-Server. Es gibt auch Teilnehmer, die einfach nur telefonieren wollen.

Technische Voraussetzungen für die Teilnahme: Jeder der ein Smartphone (Android oder Iphone) und/oder eine FritzBox besitzt, hat bereits alle technischen Voraussetzungen als Teilnehmer erfüllt. Für das Smartphone muss lediglich ein kostenloses Softphone (z.B. Sipnetic, Zoiper, SessionTalk oder Linphone) aus dem Google App-Store installiert werden. Es fallen für die zusätzliche Technik keine Kosten an.

Telefonteilnehmer können z.B. kostenlose Softphones auf ihrem Smartphone verwenden, um Telefonate zu führen. Auf dem Foto ist das einfach zu bedienende SIP-Softphone SessionTalk zu sehen.

Für Windows gibt es kostenlose Softphones wie PhonerLite oder MicroSIP. Eventuell fallen noch Gebühren für das Internet oder den mobilen Datenfunk an. Eine Stunde Telefonieren verbrauchen etwa 80 bis 90 MByte, bei Video-Telefonaten ist es etwas mehr. Günstiger kann man von unterwegs kaum telefonieren, da eventuell nur Kosten für den mobilen Datenfunk anfallen.

Wie erhalte ich eine Telefonnummer und werde Teilnehmer? Wer Teilnehmer werden möchte, nehme mit mir einfach per E-Mail ( sm5zbs ätt janson bindestrich soft punkt de) Kontakt auf. Er bekommt dann für seine Telefonnummer einen SIP-Account und Anleitungen, wie man diesen SIP-Account in seine FritzBox oder sein Smartphone einträgt.

Ein SIP-Account besteht nur aus drei Einträgen: Benutzername, Kennwort und Registrar. Mehr muss man nicht eintragen, um seine Telefonummer zu registrieren.

Teilnehmer erhalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und zusätzliches Infomaterial.

Die Teilnahme verpflichtet zu nichts. Im Gegenzug können auch keine Forderungen gestellt werden  und jegliche Haftung ist ausgeschlossen. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Der Asterisk-Server besitzt einen experimentellen und unentgeltlichen Charakter für Hobbyzwecke. Das Abhören der Gespräche ist auf Grund des Fernmeldegeheimnisses selbstverständlich verboten.

Möglichkeiten des Asterisk-Servers: Der Asterisk-Server stellt eine Insellösung dar, welche eingehende und ausgehende Telefonate zu folgenden Telefonprovidern ermöglicht: Iptel, Callcentric, AntiSip, OpenSips, Sip2Sip, Linphone, Ippi und C*Net. Außerdem bestehen Einwahlnummern aus dem deutschen, österreichischen und britischen öffentlichen Telefonnetz. Der Asterisk-Server dient damit als Schnittstelle zwischen verschiedenen Telefon-Servern. Selbstverständlich kann man auch ganz normal innerhalb des Asterisk-Servers telefonieren.

Ein Telefonieren in die öffentlichen Netze ist leider nicht möglich, da diese kostenpflichtig wären. Wer dies dennoch machen will, kann seine eigene FritzBox dazu verwenden. Die Vorgehensweise ist unter https://elektronikbasteln.pl7.de/mobilfunkkosten … accounts beschrieben. Es funktioniert zum Beispiel mit Hilfe von zwei SIP-Accounts meines Asterisk-Servers.

FRA-Gesetz: Mein Asterisk-Server befindet sich in Schweden. Nach dem schwedischen FRA-Gesetz darf der schwedische Staat ohne richterlichen Beschluss Telefongespräche abhören, welche die Staatsgrenzen Schwedens überschreiten ( https://de.wikipedia.org/wiki/FRA-Gesetz ).

Weitere Dienste meines Asterisk-Servers: Video-Telefonate, Textübertragung, zahlreiche Test- und Service-Nummern, Versenden von Test-Faxen, Audio-Streaming von Rundfunk-Sendern, Konferenzschaltungen mit bis zu 10 Telefon-Teilnehmern, auf Wunsch Anrufbeantworter, Weckfunktion, Betrieb über mehrere Amateurfunk-Relais für Funkamateure, Fernschreibbetrieb über AFSK.

Mehrere Asterisk-Server können sich über IAX2 zu Netzwerken verbinden.

IAX2-Verbindungen zu weiteren Asterisk-Servern: Mein Asterisk-Server ist derzeit mit zwei weiteren Asterisk-Servern permanent vernetzt, welche über Vorwahlen erreichbar sind und weitere Dienste anbieten. Telefonate mit  Teilnehmern der vernetzten Asterisk-Server sind ebenfalls möglich. Die Teilnahme weiterer Asterisk-Server ist ausdrücklich erwünscht.

Der Asterisk-Server ist auf einem Raspberry Pi untergebracht. Seine Leistungsfähigkeit erlaubt die Verwaltung mehrerer Hundert Telefonteilnehmer. Zu Zeiten der elektromechanischen Vermittlungstechnik wären dazu raumfüllende Geräteschränke notwendig gewesen, was heute in eine Zigarettenschachtel passt.

Technische Umsetzung: Der Asterisk-Server befindet sich auf einem Raspberry Pi 3 B+ mit  Raspbian als Betriebssystem und Asterisk 16.2.1. Der Server ist seit Oktober 2020 fast ohne Unterbrechung  im Einsatz. Die Verfügbarkeit beträgt fast 100%. Unter https://elektronikbasteln.pl7.de/asterisk … konfiguration ist der Asterisk-Server beschrieben.

Für Liebhaber alter Technik: Wer alte Fernschreiber, Wählscheibentelefone und alte Faxgeräte betreiben möchte, ist herzlich willkommen. Wählscheibentelefone lassen sich an den meisten älteren FritzBoxen noch betreiben. Faxgeräte funktionieren über die Audio-Signale und nicht über T.38. Fernschreiber lassen sich mit AFSK betreiben.

Zahlreiche Testnummern ermöglichen die Funktionsprüfung der alten Wählscheibentelefone.

Der Asterisk-Server ist auch für Liebhaber alter Telefontechnik interessant. Die meisten älteren FritzBoxen sind noch für den Betrieb von Wählscheibentelefonen geeignet, weil sie das Impulswahlverfahren beherrschen.

 










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