SessionTalk, ein praktisches SIP-Softphone für Android und das Iphone

1.05.2022

SessionTalk ist ein kompaktes und praktisches SIP-Softphone für Android und das Iphone. Die Einrichtung eines SIP-Accounts hat sich als einfach gestaltet. Es ist selbstverständlich kostenlos und kommt ohne Werbung aus. Zum finden ist es zum Beispiel im Google Playstore. SessionTalk ist besonders für Anfänger empfehlenswert.

Die Oberfläche ist klar durchdacht und einfach gehalten. Selbst Anfänger werden sich intuitiv zurechtfinden. Es lässt sich nur ein SIP-Account einrichten. Textnachrichten kann SessionTalk nur empfangen. Videotelefonie beherrscht SessionTalk nicht.

Für die meisten Anwender wird dies ausreichen, da sie mit einem Softphone möglichst kostengünstig telefonieren möchten, um sich die teuren Mobilfunkgebühren zu sparen. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut. Die Echounterdrückung klappt hervorragend.

Das Softphone SessionTalk auf einem Android-Smartphone installiert. SessionTalk verwende ich jetzt hauptsächlich.

Mit einem Softphone auf einem Smartphone fallen in der Regel höchstens Gebühren für den Datenfunk des Mobilfunkanbieters an. Diese Gebühren sind meistens vernachlässigbar. Wer über ein WLAN-Hotspot telefoniert, kommt noch günstiger weg. Üblicherweise werden für eine Stunde Telefonieren 10 bis 11 MByte Datenvolumen verbraucht. Wer innerhalb desselben SIP-Netzes telefoniert, zahlt meistens keine weiteren Gebühren. Wer in das öffentliche Netz telefonieren möchte, kann zum Beispiel EinfachVoip (Nexxtmobile) nutzen und kommt für fast alle Länder als Zielregionen mit Gebühren zwischen 0,5 und 2 Cent/Minute aus. Weltweites Telefonieren ist fast kostenlos geworden.

Linphone und Sipnetic sind zur Sicherheit auch noch auf meinen Smartphones installiert. SessionTalk ist für die meisten Anwender vollkommen ausreichend und bei der Bedienung kann man nicht viel falsch machen. Allerdings kann es nur Text empfangen und kein Video. Auch geht nur ein Account zu installieren. Für die meisten Anwender reicht das auch. Linphone habe ich noch für Videotelefonie installiert. Sipnetic erlaubt den Betrieb verschiedener Accounts gleichzeitig. Es verbraucht leider viel Strom. Ich habe es für den Fall der Fälle ebenfalls auf meinem Smartphone installiert. Linphone und Sipnetic dienen als Backup und sind meistens deaktiviert.

Herunterladen und Einrichten eines SIP-Accounts: Voraussetzung ist, dass man sich einen SIP-Account eines SIP-Providers besorgt, zum Beispiel bei Sipgate oder einen der vielen anderen Anbieter, die oft kostenlos sind. Im nachfolgenden Beispiel habe ich einen SIP-Account meines eigenen Asterisk-Servers eingetragen. Das Eingeben des Benutzernamens,  des Passworts und des Registrars reichen meistens aus.

Das Softphone SessionTalk lässt sich zum Beispiel aus dem Google PlayStore installieren. SessionTalk gibt es auch für das Iphone. Es ist kostenlos und werbefrei.

 

Nach der Installation erscheint dieses Fenster. Rechts oben auf den “Schlüssel” tippen, um ein neues Konto zu eröffnen: Immer wenn zwischendurch eine Aufforderung kommt etwas zuzulassen, folgen wir dieser.

 

Dann erscheint dieses Fenster. Wir klicken auf “Generic” oder “Generisch”, wenn wir kein SIP-Konto bei den schon vorbereiteten SIP-Providern verwenden wollen. Dass SessionTalk von großen und kommerziellen SIP-Providern unterstützt wird, ist postitiv zu bewerten.

 

Nun die Daten des SIP-Accounts eingegeben, die wir vom SIP-Provider erhalten haben. Hier ist ein Beispiel meines eigenen Asterisk-Servers zu sehen. Unter Domäne tragen wir den Registrar ein. Abschließend “Konto aktivieren” wählen.

 

Es muss dann die Meldung erscheinen, dass das Konto erfolgreich registriert wurde. Wenn nicht, müssen wir wieder einen Schritt zurück.

 

Nun können wir loslegen und telefonieren oder angerufen werden. Zu sehen ist hier das Tastenfeld mit dem Nummernblock.

 

Bei ankommenden Gesprächen wird ein Fenster eingeblendet. Für die Gesprächsannahme auf “Accept” tippen. Wichtig ist, dass wir zugelassen haben SessionTalk im Hintergrund laufen zu lassen. Wir sehen auch gleich den Namen des Anrufers.

 

Die Oberfläche während des Telefonats ist einfach zu bedienen. Stummschaltung, Tastenfeld aufrufen, Freisprechen und Halten sind möglich. Auflegen erfolgt mit dem roten Knopf. Der Hintergrund lässt sich gegen ein anderes Bild austauschen.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten für die Konfiguration des SIP-Kontos. Zum Beispiel können wir einen STUN-Server angeben. Vom SIP-Provider erhält man entsprechende Empfehlungen.

Etwas umständlich und teilweise unverständlich ist die  Einbindung des bereits vorhandenen Telefonbuchs.

 










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