Softphone Sipnetic für Android-Smartphones Drucken E-Mail
Montag, den 10. Februar 2020 um 13:03 Uhr

Softphone Sipnetic für Android-Smartphones

Auf der Suche nach einer Alternative für CSipSimple, das nicht mehr im Playstore von Google vorhanden ist, bin ich auf das Softphone Sipnetic gestoßen. Getestet habe ich die kostenlose und werbefreie Version auf Android 8.x. In Verbindung mit entsprechenden VoIP-Providern ermöglicht Sipnetic kostenloses Telefonieren.

Von seinen vielen Konkurrenten im Playstore von Google hat es mir am besten zugesagt. Es erinnert an eine abgespeckte Version des beliebten Zoiper. Allerdings kann Sipnetic auch in seiner kostenlosen Version mehrere Konten verwalten, was im Sinne einer Redundanz wichtig ist. Erhältlich und beschrieben ist es hier:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.sipnetic.app&hl=de


Das Softphone Sipnetic auf einem Android-Smartphone. Eingetippt wurde die Nummer 1234567890. Die Bedienung und die Konfiguration sind selbsterklärend.

Bisher habe ich ohne Problem die Sip-Accounts meines eigenen Asterisk-Sip-Servers, die von Sipgate, Personal-Voip, IpTel, AntiSip und Sip2Sip konfiguriert. Es war kinderleicht. Zudem sind die drei letzteren vorkonfiguriert, so dass nur der Benuztername und das Passwort des jeweiligen Accounts einzutragen sind.


Meine Grundkoniguration, die sich bewährt hat.

Sipnetic lässt sich so konfigurieren, dass es nur Zugang zum Mikrophon erhält. Der Zugang zu den Kontakten lässt sich vollständig abschalten oder so einrichten, dass nur Sip-Kontakte in der Auflistung erscheinen.

Einmal angerufene oder eingegangene Nummern sind in der Verlaufsliste zu finden. Dort lassen sie sich mit dem richtigen Account anrufen, was für den Alltag eine praktisch Hilfe darstellt.

Die Sprachverständlichkeit und Echounterdrückung ist gut. Meinen Gesprächspartnern ist kein Unterschied zu einem klassischen Festnetztelefon aufgefallen. Die Mikrofonempfindlichkeit lässt sich automatisch einstellen. Hält man das Smartphone direkt an das Ohr, ist der Empfang ausreichend lautstark. Ein Headset konnte ich mit Erfolg anschließen, was die Sprachqualität nochmals verbessert und beide Hände frei lässt. Die Freisprecheinrichtung hat sich bei meinen Versuchen als unzumutbar für den Gesprächspartner erwiesen.

Sipnetic lässt sich bequem aktivieren und deaktivieren, um  den Stromverbrauch um 20% zu senken. Ist es aktiviert, funktioniert die Entgegennahme von Gesprächen zuverlässig. CSipSimple war im Gegensatz dazu nicht immer erreichbar. Sipnetic funktionierte bei mir über den Internetzugang eines Mobilfunknetzes und über Wlan. Ebenso habe ich verschiedene VPN-Tunnel mit der App Turbo VPN und Open VPN Connect mit Erfolg testen können, falls der Zugang des Internets für VoIP-Telefonate gesperrt ist.

Anklopfen: Ruft während eines laufenden Gesprächs jemand die gleiche Nummer an, erscheint ein weiteres Symbol, um selbst entscheiden zu können die Gesprächspartner zu wechseln.

Fazit: Somit gehört für mich dieses Softphone zur Standardausrüstung eines Smartphones, um seine Telefonkosten drastisch zu senken. Das vergleichsweise teure Telefonieren über eine normale Mobilfunk-Verbindung ist nur noch in ganz wenigen Ausnahmefällen notwendig. Im Gegensatz zu einer Messenger-App bieten Softphones je nach Anbieter des Sip-Server zum Teil sehr günstige Tarife in öffentliche Festnetz- und Mobilfunknetze an.

Ein paar Beispiele: Von einem öffentlichen Wlan-Netz kostet mich eine Gesprächsminute in das deutsche Festnetz etwa ein Euro-Cent. Ein deutscher VoIP-Anbieter bietet Telefonate in das US-amerikanische Mobilfunk- oder Festnetz für unter 2 Euro-Cent/Minute an. Dabei spielt es keine Rolle, wo in der Welt ich mich gerade befinde. Telefonate innerhalb des gleichen Netzes sind fast immer kostenlos. Dies trifft z.B. für Sipgate, Personal-Voip, AntiSip, IpTel, AntiSip und selbstverständlich einem eigenen Sip-Server zu. Sip-Softphones entlasten den Geldbeutel ohne einen Pfennig oder Cent zusätzlich investieren zu müssen. Besten Dank an die Entwickler von Sipnetic.

Kostenloser Internetzugang auch für Obdachlose am Beispiel von LinkNYC in New York: LinkNYC bietet kostenlosen Internetzugang für alle über das gesamte Stadtgebiet von New York mit seinen zahlreichen Werbesäulen. Die WiFi-Hotspots dieser Säulen ermöglichen auch Telefonieren zum Nulltarif mit VoIP. Finanziert wird dieser rein kommerzielle Dienst über Werbetafeln, an denen die Zuschauer auf Grund des kostenlosen Internet-Angebots länger verweilen. Diese Säulen stehen meistens dort, wo früher Telefonzellen standen. An den Säulen befinden sich USB-Buchsen zum kostenlosen Aufladen der Smartphones.
 


Kostenlose WiFi-Hotspots in New York von LinkNYC, welche im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Von hier gelingt mit VoIP je nach Anbieter und Gesprächspartner kostenloses oder  sehr günstiges Telefonieren in die ganze Welt. Die Säulen bieten gleichzeitig Werbeflächen an. Dadurch verweilen die Zuschauer länger, um die Werbebotschaften wahrzunehmen. Dies ist die Grundlage der Geschäftsidee von LinkNYC ( Bildquelle: https://commons.wikimedia.org ).


Die andere Seite: Für New Yorker Obdachlose sind die WiFi-Hotspots wichtige Zugangspunkte für kostenloses Internet, die zugleich das Aufladen der Smartphones via USB-Buchse anbieten.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. Februar 2020 um 16:34 Uhr
 

3. Februar 2017

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